Au Soldat de l'An 2

Verifiziert von Rolf Klöckner
Au Soldat de l'An 2
Au Soldat de l'An 2
Au Soldat de l'An 2
Au Soldat de l'An 2
1 Rue de Saverne, 57370 Phalsbourg, Frankreich
1 Rue de Saverne Phalsbourg Lorraine 57370 FR

Sind diese herrlichen Besuche in den großen Restaurants Vergangenheit? Haben sie den Zauber für viele junge Menschen verloren? Mitnichten! Noch immer ist ein Restaurantbesuch bei den Großen ein Fest für die ganze Familie. Und, niemand will es missen.

Das Restaurant Au Soldat de l’An II gehört in jedes Adressbuch für all die, die das Gute und Distinguierte lieben. Noch immer verströmt es diesen Zauber, den ich in Frankreich an den besonderen Restaurants so schätze! Hier wird nichts dem Zufall überlassen, das Beste ist gut genug. Und, obwohl immer wieder zu hören ist, Georges-Victor Schmitt wolle verkaufen, ist dies nicht passiert.

Ich sehe es eher so, dass er, der „lothringische Bocuse“, wie ihn der renommierte französische Gastrojournalist Gilles Pudlowski nennt, sein Lebenswerk fortführen wird. Ich nenne ihn auch gerne in Zukunft, voller Respekt und Anerkennung seiner herausragenden Leistungen, „Monsieur Georges“!

Denn, er ist für viele seiner jahrelangen Stammgäste, der Botschafter einer ganz großen Esskultur! Ein großer Europäer, ein Botschafter der herausragenden Küche. Und er verströmt immer noch diese ihm eigene, besondere Begeisterung für Küche und Weinkeller.

Meine letzten Besuche waren wieder ein Ausflug in den besonderen kulinarischen Ausnahmezustand! Eingebettet ist das Gourmet-Hotel in eine umgebaute Scheune mitten in einem herrlichen, schattigen Park. Nahe der elsässischen Weinberge und der Vogesen zelebriert „Monsieur Georges“ in diesem Haus mit Relais & Chateau-Auszeichnung und den fürstlichen Zimmern eine Küche, wie man sie nicht jeden Tag erlebt.

Ob im Restaurant oder auf dem legendären Gänsemarkt. In Phalsbourg zur Weihnachtszeit. „Monsieur Georges“ schickt mich immer auf den Weg zu unvergesslichen kulinarischen Momenten!

So auch etwa letzten Sommer. Mit Freunden hatten wir einen Tisch im Garten bestellt. Besondere Freunde, für die alle eine große Küche und herausragende Weine das Größte sind. Die den Philosophen Hippokrates verstanden haben: „Unsere Nahrungsmittel sollen Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.“

Es war uns ein Fest. Ein großes Menu, mit all den feinen und außergewöhnlichen Genussmomenten, die so einen Besuch unvergesslich machen! Da blieben keine Fragen zurück. „Monsieur Georges“ überraschte seine Gäste mit kulinarischer Sinnlichkeit und vollendeter Harmonie. Zwischen Tradition und Moderne lässt er Kreationen servieren, die eine Freude für den Gaumen sind. Die Produkte bekommt der Hausherr aus dem schier unerschöpflichen Reservoir herausragender Viktualien in Frankreich. Die Klassiker überzeugen schon seit Jahren, etwa die legendäre Gänsestopfleber. Die Frische der Tiere aus dem Meer sind konstant von ganz hoher Qualität. „Monsieur Georges“ telefoniert täglich mit seinen Fischhändlern an der Atlantikküste. Der bretonische Hummer etwa, ein Traum. Wie alle Saucen. Außergewöhnlich! Ganz hohe Handwerkskunst!

Die besten Produkte zu finden, das hat er in seiner DNA. Ob Wild, Taube, Ente, Lamm oder sonst etwas Besonderes hier, an den meisten Tischen lösen die Teller Begeisterung aus. Diese Begeisterung hält sich dann bis zum Dessert. Was sage ich, bis zum Käse. Denn dieser liefert hier der große Bernard Antony. Da bleiben nie Wünsche offen!

Der große Weinkeller ist bestückt mit den edelsten Tropfen. Immer verlässlich, allerdings für ganz besondere Überraschungen auch sehr geeignet. Hier findet jeder, ganz nach Gusto, die richtige Flasche.

Neben „Monsieur Georges“, stets an seiner Seite, seine charmante Ehefrau Brigitte. Die Freundlichkeit in Person. Kompetent, empathisch, mit dem Blick für das Wesentliche. Täglich verschönert sie den Tempel des guten Geschmacks mit ihrem guten Geschmack. Was diese Frau alles leistet, verlangt mir höchste Bewunderung ab. Chapeau!

Mittlerweile seit mehr als 30 Jahren im Haus: Bruno Dubois. Er leitet mit all seinem Wissen und großer Aufmerksamkeit den Service. Ein Glücksfall für das Haus. Und, noch mehr. Bruno Dubois ist ein Mann, wie ihn andere Restaurants suchen. Ich glaube, das sagt alles!

Der Name des Restaurants hat einen historischen Hintergrund. Als nach der Französischen Revolution die Royalisten wieder an die Macht strebten, gingen viele aus Frankreichs Osten nach Paris, zum dies zu verhindern. 1791 trat ein neuer Kalender in Kraft. Ein Jahr später, also im Jahre 2, wurde der Anspruch der Royalisten verhindert. Die Phalsbourger Schriftsteller Erckmann und Chatrian haben über die Helden aus Ostfrankreich geschrieben.

Als „Monsieur Georges“ sein Haus 1977 eröffnete, hat er aus Gründen der demokratischen Kultur diesen Namen ausgewählt. Er steht für seine Werte! Ein Satz, den er mir mal sagte, hat sich unauslöschlich in meinem Kopf verewigt: „Wir sind hier nicht Franzosen, Luxemburger oder Deutsche. Mein Land heisst nicht Frankreich, mein Land heißt Europa.“

„Monsieur Georges“, habe ich eigentlich schon mal vor Ihnen gekniet?

Au Soldat de l'An 2 7 Jahren.
Au Soldat de l'An 2 7 Jahren.
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