Taffings Mühle

Verifiziert von Rolf Klöckner
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Bei der Taffingsmühle 2, Picard 66740 Saarlouis, Deutschland
2 Bei der Taffingsmühle Saarlouis Saarland 66740 DE
+49683194400+49683194400

Griechisch und mehr

Eigentlich wollten die Betreiber der „Taffings Mühle” schon vor zwei Jahren so richtig durchstarten. Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass der Durchbruch verschoben werden musste. Doch der ist jetzt voll und ganz gelungen.

Eigentlich haben die Brüder Messiakarias, von ihren Gästen freundschaftlich Dinos und Babi genannt, vor zwei Jahren schon die „Taffings Mühle” übernommen. Doch in den vergangenen beiden Jahren waren die Gastronomiebetriebe bekanntermaßen eher geschlossen als offen. Deshalb ist 2022 das Jahr, indem sie mit ihrer „Taffings Mühle” durchstarten. Als die beiden vor zwei Jahren das Angebot bekamen, hier zu übernehmen, zögerten sie nicht lange. „Die Lage ist traumhaft, wir waren beim Vorgänger früher selbst häufiger”, erzählt Babi Messiakarias. „Wir haben auch Gerichte auf der Karte, mit denen der Vorgänger die Gäste begeisterte, und der große Biergarten bietet sich gut für Familienfeiern an.”

Die „Taffings Mühle” liegt im Saarlouiser Naherholungsgebiet. Hier kommen Menschen her, um die Natur zu genießen, Ruhe und längere Waldsparziergänge sind angesagt. Radfahrer und Spaziergänger machen während unseres Besuches halt. Am Haus läuft das Mühlrad, und der kleine Bach verschwindet im Wald. Umgeben ist die alte Mühle von den Saarlouiser Stadtteilen Picard und Neuforweiler. Neben dem Restaurant hat das Haus auch noch einige Hotelzimmer. Namensgeber dieser herrlichen Mühle ist übrigens Louis Taffin. Im Jahre 1727 erhielt er von der lothringischen Verwaltung das Recht, dass er und seine Familie „auf ewig”, an dem Mühlenbach eine Getreide- und Ölmühle betreiben dürfen. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde die Mühle aufgegeben. Dann wurde daraus ein Gasthaus.

Das gesamte Naturschutzgebiet Taffingsweiher liegt herrlich und ruhig gelegen vor Saarlouis. Der vorhandene Rundweg lädt zum Spazieren und Entschleunigen ein. Hier öffnet sich eine endlose Landschaft, und der Saargau wartet auf Ihren Besuch – mit zahlreichen beeindruckenden Blicken auf Pferde, Erdbeeren in St. Barbara und an Weizenfeldern vorbei.

Die Küche der „Taffings Mühle” ist durchgehend geöffnet, von 11 Uhr morgens bis 22.30 Uhr abends. Eine Entscheidung, die richtig ist, denn die unterschiedlichen Generationen kommen heutzutage zu verschiedenen Zeiten. Die saarländische Weisheit: „Um 12 Uhr wird gess”, verliert immer mehr an Bedeutung. Heute wird auch schon mal um 15 Uhr gegessen. Das gehört auch zu ihrem Konzept. Menschen können vorbeikommen, um im großen Biergarten etwas zu trinken. Andere kommen auf Kuchen und Kaffee vorbei oder einfach auf ein Eis. Neben den beiden geräumigen Räumen rund um die Theke gibt es für Feierlichkeiten ein Nebenzimmer für etwa 50 Personen. Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern sind hier kein Problem! Platz ist für etwa 180 Gäste, im Lounge-Bereich werden auch gern Cocktails geschlürft.

Froschschenkel gibt’s hier auch

Die Karte ist griechisch-deutsch. Anfangs bestellten alle am Tisch etwas, doch typisch griechisch standen die Gerichte dann schnell in der Mitte. Die deutsche Übersetzung „Appetithäppchen” deckt nicht die ganze Bedeutung des Wortes Mezedes für die griechischen Tapas ab, denn die zu Getränken gereichten Mezedes dienen nicht der Appetitanregung, sondern sind als ursprüngliche Geste der Gastfreundlichkeit zu verstehen.

Für uns gibt es heute keine Häppchen, sondern wir teilen unsere großen Teller. Jeder bekommt zwar seinen eigenen, doch jeder nimmt sich von allem, was er möchte. Ich liebe das! Oktopus, Zaziki, Pita, Rucola mit Burrata, Leber, Scampi vom Grill, Lammhaxe und vieles mehr. Es schmeckt wie immer bei den Brüdern Messiakarias: hervorragend. Alles ganz toll gekocht, auf der Leber liegt ein Salbeiblatt. Für solch ein Essen braucht man etwas Zeit. Und die nehmen wir uns. Wir sitzen in diesem herrlich ruhigen Garten und genießen unsere Spezialitäten.

Wer möchte, kann aber auch ganz anders bestellen. Auf der Karte lese ich Schnecken, Froschschenkel, Nizza Salat oder Fischsalat als Vorspeisen. Unter den Nudelgerichten finden sich Spaghetti mit Hähnchenbrust und Penne Veggie. Auf der Fischkarte stehen Lachs, Zander und Scampis. Und wer ganz heimatverbunden bestellen will, hat auch eine bemerkenswerte Auswahl: saarländischer Lyoner-Spieß, Schnitzel „Wiener Art”, Rahmschnitzel oder Parmesanschnitzel. Und auch die Desserts versprechen Abwechslung: Schokoladensoufflé, Walnusseis, gemischtes Eis, Cassata und Galaktoboureko. Bei Letzterem handelt es sich um ein Blätterteig-Dessert, das mit kaltem Sirup übergossen wird.

Täglich gibt es auch wechselndes Stammessen. Und während unseres Besuchs kriege ich mit, dass einige ältere Herrschaften aus der Nachbarschaft von diesem Angebot fast täglich Gebrauch machen. Eine Dame sagt mir: „Ich genieße es, in dieser wundervollen Umgebung fast täglich zu essen.”

Es war ein warmer, sonniger Tag. Doch viele Stammgäste nahmen im Haus Platz. Große Tische mit Freunden und Bekannten waren da. Und, ich hatte den Eindruck, die kommen wohl öfter!

Auch die Getränkekarte bietet einiges. Neben den Cocktails, wie schon erwähnt, gibt es bei Dinos und Babi immer gute Weine – nicht nur aus Griechenland. Aber auch dort gibt es gute bis sehr gute Weine, das durfte ich schon live vor Ort erleben. Die Weine Griechenlands haben in den vergangenen 20 Jahren viele Fachleute verblüfft. In diesem Land entstehen Kreszenzen, die vom Klima geschaffen sind. Es herrscht in dem Land eine gewisse Trockenheit, doch die Feuchtigkeit kommt vom Meer. Vom Assyrtiko angefangen bis zum Vinsanto bieten sie eine große Geschmacksvielfalt. Solche Rebsorten wie Assyrtiko, Aidani und Athiri haben schon etwas. Eine Komposition aus diesen drei Reben ist etwa ein wunderbarer Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten. Ein reiner Assyrtiko, oft auch ein paar Monate im Fass ausgebaut, ist dann der richtige Begleiter für Hummer oder Scampis. Auch mit kräftigen Saucen.

Weinkarte bietet Abwechslung

Neben Crémant und Champagner findet sich ein wahres Potpourri großer Namen auf der Weinkarte. Von Perl an der Obermosel, Kanzem an der Saar, über die Pfalz, Frankreich bis zu Italien bei Weißweinen. Und bei Rotweinen geht es in der Pfalz los. Dann kommen aber noch mehrere Kreszenzen aus Frankreich, Italien und sogar von der Saar. Da findet man für jeden Geschmack etwas. Wir gönnen uns einen Chardonnay aus der Provence. Ein sehr interessanter Test. Nicht so gewaltig wie ein Chardonnay aus der Bourgogne. Aber ein Wein fürs warme Wetter! Hervorragend.

Dies war ein herrlicher Besuch bei sehr netten und kompetenten Menschen. Dinos und Babi Messiakarias sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren tolle Gastgeber. Sie haben auch in den nächsten Jahren noch einiges vor. Für die Herbst- und Winterzeit könnten sie einen Wintergarten hervorragend gebrauchen. Und im Sommer eine Küche draußen. Mit Getränkeservice von draußen sowie Grillen am offenen Feuer. Ich bin gespannt, was sie sich einfallen lassen!

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