Forelle satt

Slow Food wirbt mit seinen Aktionen für nachhaltigen Genuss aus der Region. Vom 14. bis 30. August heißt es nun „Fischtime“, und die teilnehmenden Restaurants präsentieren ihre Rezeptideen rund um die Fische vom Forellengut Marc Rosengarten.

Gebratener Saibling von Marc Rosengarten mit Kartoffel-Lauch-Gemüse – Foto: Thomas Wieck

Mit der „Fischtime 2026“ lädt Slow Food Saarland vom 14. bis 30. August dazu ein, die kulinarische Vielfalt heimischer Fischarten neu zu entdecken. Unter dem Motto „Regional ist besser!“ zeigen ausgesuchte Betriebe aus der gesamten Region, welche Qualität in nachhaltigem Fisch aus unseren heimischen Gewässern steckt – frisch, verantwortungsvoll produziert und ohne lange Transportwege.

Wer mit den beteiligten Köchinnen und Köchen spricht, merkt schnell, dass die „Fischtime“ weit mehr ist als eine kulinarische Themenwoche. Sie ist ein Bekenntnis zur Region und zu einer Küche, die den Jahreszeiten folgt. Viele der teilnehmenden Betriebe arbeiten seit Jahren mit regionalen Erzeugern zusammen. Die Aktion bietet ihnen die Möglichkeit, diese Partnerschaften sichtbar zu machen und Gästen zugleich zu zeigen, wie facettenreich heimischer Süßwasserfisch sein kann.

Dabei geht es nicht darum, internationale Klassiker zu verdrängen. Vielmehr soll der Blick erweitert werden. Warum in die Ferne schweifen, wenn vor der eigenen Haustür Produkte von hoher Qualität entstehen? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die Philosophie von Slow Food. Genuss und Verantwortung schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Wer regional einkauft, stärkt nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern erhält auch handwerkliches Wissen und Kulturlandschaften.

Partner der „Fischtime“ ist Marc Rosengarten. Er hat weitläufige Aufzuchtbecken und angelt auf Saar und Mosel. Außerdem nimmt er auch an dem Schutzprogramm für Aale teil. Als erfahrener Fischwirtschaftsmeister, Fischsommelier und öffentlich bestellter Sachverständiger bietet er seinen Partnern Fachkompetenz, hochwertige Fischprodukte und nachhaltige Lösungen aus einer Hand. Es war wohl kein Zufall, dass ich vor einiger Zeit bei seinem Sommerfest Gas-tronom Jürgen Schnabel traf.

Gerade die Fischwirtschaft steht vor besonderen Herausforderungen. Klimawandel, steigende Energiekosten und veränderte Niederschlagsmengen wirken sich unmittelbar auf die Betriebe aus. Hinzu kommen ein hoher bürokratischer Aufwand und der Konkurrenzdruck durch preisgünstige Importware. Umso wichtiger seien Initiativen wie die „Fischtime“, sagt Marc Rosengarten. Sie schaffen Aufmerksamkeit für eine Branche, die oft im Verborgenen arbeitet und deren Bedeutung vielen Menschen erst bewusst wird, wenn sie einen Blick hinter die Kulissen werfen.

„Fischtime“ soll ein Impuls sein

Am Stand des Forellenguts Rosengarten, hier im Dillinger Lokschuppen – Foto: Thomas Wieck

Diesen Blick ermöglicht die „Fischtime“ auf unterschiedliche Weise. Im Mittelpunkt stehen zwar die Menüs der teilnehmenden Restaurants, doch gleichzeitig entstehen Gespräche über Herkunft, Qualität und Nachhaltigkeit. Gäste fragen nach, Köche erzählen von ihren Lieferanten, und Produzenten wie Marc Rosengarten erklären, warum ein verantwortungsvoll erzeugter Fisch seinen Preis hat. Es ist genau dieser Austausch, den Slow Food seit seiner Gründung fördern möchte: den direkten Kontakt zwischen denen, die Lebensmittel erzeugen, und denen, die sie genießen.

Saibling mit Lauchgemüse – Foto: Thomas Wieck

Dass dabei Genuss an erster Stelle steht, versteht sich fast von selbst! Schließlich überzeugt niemand mit Verzicht, sondern mit Geschmack. Wenn ein zart gegarter Saibling auf den Teller kommt, ein aromatischer Zander oder eine fein geräucherte Forelle, dann wird Rationalität unmittelbar erlebbar. Nicht als Schlagwort, sondern als kulinarische Erfahrung. Marc Rosengarten wünscht sich, dass genau dieses Erlebnis nachwirkt. Vielleicht, sagt er, greifen Menschen nach der Fischtime häufiger zu heimischem Fisch oder beginnen, im Restaurant gezielt nach regionalen Produkten zu fragen. Schon kleine Veränderungen könnten viel bewirken – für die Erzeuger ebenso wie für die Gastronomie.

Die „Fischtime“ versteht sich deshalb nicht als einmaliges Ereignis, sondern als Impuls. Sie macht sichtbar, dass nachhaltiger Genuss nicht kompliziert sein muss. Oft beginnt er mit einer einfachen Entscheidung: sich für das Produkt aus der Region zu interessieren und den Menschen kennenzulernen, der dahintersteht.

Vielfalt der Zubereitungsarten

Filet vom Saibling mit Spargel – Foto: Astrid Karger

Als Marc Rosengarten an diesem Morgen noch einmal über die Becken blickt, ist die Sonne inzwischen höher gestiegen. Das Wasser glitzert, die Fische ziehen ruhig ihre Bahnen. In wenigen Tagen werden einige von ihnen in den Küchen der Fischtime verarbeitet, mit Sorgfalt zubereitet und den Gästen serviert. Der Weg vom Wasser auf den Teller ist kurz. Dazwischen liegen Erfahrung, handwerkliches Können und die Überzeugung, dass gute Lebensmittel dort beginnen, wo Verantwortung übernommen wird. Vielleicht ist genau das die eigentliche Botschaft der „Fischtime 2026“. Sie erzählt nicht nur von Fisch. Sie erzählt von Menschen, die ihre Heimat kennen, ihre Produkte schätzen und gemeinsam daran arbeiten, regionalen Genuss lebendig zu halten. Wer am Ende eines solchen Menüs satt nach Hause geht, nimmt deshalb mehr mit als einen guten Geschmack.

Fisch nach Art der Großmutter – Foto: Astrid Karger

Die teilnehmenden Restaurants und Gasthäuser präsentieren in diesem Zeitraum kreative und genussvolle Gerichte, die die ganze Bandbreite regionaler Fischküche widerspiegeln. Von klassischen Zubereitungen bis hin zu modernen Interpretationen stellen die Küchen ihre Vielfalt unter Beweis und zeigen, wie schmackhaft nachhaltiger Genuss sein kann. Es geht also in diesem Jahr nicht nur um die regionale Herkunft der Fische, sondern insbesondere auch um die Vielfalt der Zubereitungsmethoden. Menschen, die sich für gutes, sauberes, faires Essen interessieren, werden im Aktionszeitraum nicht nur Gelegenheit haben, in den teilnehmenden Restaurants Fischgerichte zu probieren, sondern auch bei Veranstaltungen Wissenswertes über die regional produzierten Fische zu erfahren. Mit der „Fischtime“ setzt Slow Food Saarland ein deutliches Zeichen für ökologisch verantwortungsvolles Essen, regionale Wertschöpfung und guten Geschmack. Die Aktion möchte Verbraucher dafür sensibilisieren, dass Qualität und Nachhaltigkeit vor der eigenen Haustür beginnen – und wie reichhaltig die regionale Küche sein kann, wenn man ihr Aufmerksamkeit schenkt.

Info

Das bieten einige der Restaurants an

Zum Dompropst

Vorspeisen: Lachsforellenmousse – Honig-Senf-Dip, Rucola

Räucherforelle – Kartoffelrösti, Sahnemeerrettich

Hauptgänge: Gebratenes Forellenfilet – Zitrone, Knoblauch, Fenchel, Kartoffeln

Pochierte Lachsforelle – Lauch, Tomate, Quinoa

Buchnas Landhotel Saarschleife

Vorspeisen: Carpaccio vom Leukbach-Saibling – Zitronenmarinade, geeistes Gurken-Wasabi-Süppchen, roter Curry-Schmand, Glasnudelsalat (auch als Hauptgang)

Tatar von der Leukbach-Lachsforelle –
Mango-Papayasalsa, Sauerampferschmand, Kopfsalatherzen (auch als Hauptgang)

Hauptgänge: Medaillon von der Goldforelle im Pergament gegart – Estragon-Beurre-blanc, gegrillte Paprika und Safran-Graupenrisotto

Im Ganzen gebratene Bachforelle – Pommerysenf-Mandelschmelze, Blattspinat und Kartoffelschales

Restaurant Höcherberg 

Vorspeisen: Geräucherte Lachsforelle – Buttermilch-Dashi, Lauchmayonnaise und Zwiebelgewächse

Gegrillter Zander vom Forellengut Rosengarten – Meerrettich-Rauchaal-Schaum, Trüffeljus, Sellerievariation und Apfel

Hauptgänge: Filet von der Lachsforelle auf Zedernholz gegart – Unagi-Soße, Gurkensalat und Rosmarinkartoffeln

Gegrilltes Filet von der Goldforelle – Verjus-Beurre-blanc und schwarze Linsen aus dem Bliesgau

Wirtshaus Unter der Linde

Hauptgänge: Gefüllter Saibling – Selleriepüree und konfierte Tomaten

Lachsforellensteak im Brickteig – frisches Gemüse und Risotto

Gasthaus im Panzhaus

Gerichte: Bachsaibling mit Dukkahkruste – Fregola-Linsengemüse und Erbsen-Buttermilch-Schaum

Trassemer Fischsuppe

Hämmerles Restaurant

Hauptgänge: Zander mit Tomaten-Oliven-Kruste – Beurre blanc, Orangen-Fenchel-Gemüse und Röstkartoffeln

Lachsforelle mit Schnittlauch-Eier-Vinaigrette – Sommergemüse und Geheirade

Chef Kocht – Davids Kreativküche 

Gerichte: Asiatisch gebeizte und lackierte Lachsforelle – bunter Blattsalat und Röstbrot

Räucherforelle – Kurkuma-Reissalat und Heidelbeer-Meerrettich-Soße

Landhaus Wern’s Mühle

Vorspeisen: Ceviche vom Saibling – Freilandgurke und Chip vom hausgebackenen Sauerteigbrot

In Hausmarinade gebeizte Lachsforelle – hausgemachte Limonen-Mayonnaise

Hauptgänge: Lachsforellenfilet, sous-vide gegart – Schnibbel-Bohnen-Ratatouille und Grumbeerkichelcher

Forelle im Strudelteig gebacken – junger Rahmwirsing

Fischeintopf – Sauce rouille (auch als Vorspeisenportion)

Hoorische mit Ragout von Süßwasserfischen – gekocht bei SR 3 „Kappes, Klöße, Kokosmilch“

Donnerstag und Freitag: Flammkuchen mit kaltgeräuchertem Saiblingsfilet – frisch aus dem Holzofen

Schnabel’s Restaurant

Vorspeisen: Geräuchertes Forellentatar auf Grumbeerkichelcher – Schnittlauchcreme und Salatbouquet

Geräucherte Lachsforelle auf Grumbeerkichelcher – Avocadocreme, Fischrogen und Zitronenöl

Curry-Fischsuppe – gefüllte Mini-Ravioli und Kräuteröl

Hauptgänge: Auf der Haut gebratene Lachsforellentranche – saarländische Geheirade, Safransoße aus elsässischem Safran und Gemüsestifte

Baeckeoffe à la Schnabel vom heimischen Fisch – Forelle, Lachsforelle und Waller mit Kartoffeln, Sommergemüse, Kräutern und Saar-Riesling; leichte Interpretation des elsässischen Klassikers, in der typischen Form gegart

Info

Teilnehmende Betriebe

Maimühle Perl

Bahnhofstraße 100

66706 Perl

Telefon 06867-9113170

info@maimuehle.de

www.maimuehle.de

Das Gasthaus im Panzhaus

Panzhaus 129

54314 Greimerath

Telefon 06587-991284

info@panzhaus.de

www.panzhaus.de

Gasthaus Rech

Zum Steinhaus 4

66571 Eppelborn

Telefon 06881-6708

info@gasthaus-rech.de

www.gasthaus-rech.de

Restaurant Höcherberg

Römerstraße

66450 Bexbach

Telefon 06826-9658444

info@gasthaus-hoecherberg.de

www.gasthaus-hoecherberg.de

Landhaus Wern’s Mühle

Brückenstraße 37

66564 Ottweiler

Telefon 06858-6999211

info@werns-muehle.de

www.werns-muehle.de

Landgasthaus Wintringer Hof

Am Wintringer Hof 1

66271 Kleinblittersdorf

Telefon 06805-902500

kontakt@landgasthaus.saarland

www.landgasthaus.saarland

Buchnas Landhotel Saarschleife

Cloefstraße 44

66693 Mettlach

Telefon 06865-1790

info@hotel-saarschleife.de

www.hotel-saarschleife.de

Wirtshaus Unter der Linde

St. Arnualer Markt 8

66119 Saarbrücken

Telefon 0681-95906699

post@unterderlin.de

www.unterderlin.de

Landidyll Weinhotel Klostermühle

Hauptstraße 1

54441 Ockfen/Saar

Telefon 06581-92930

weinhotel@klostermuehle-saar.de

www.klostermuehle-saar.de

Schnabel’s Restaurant

Hauptstraße 24

66128 Saarbrücken-Gersweiler

Telefon 0681-9704142

info@schnabels-restaurant.de

www.schnabels-restaurant.de

Restaurant Gräfinthaler Hof

Gräfinthal 6

66399 Mandelbachtal

Telefon 06804-91100

info@graefinthaler-hof.de

www.graefinthaler-hof.de

Hämmerles Restaurant

Bliestalstraße 110a

66440 Blieskastel

Telefon 06842-52142

info@haemmerles.de

www.haemmerles.de

Zum Dompropst

Marktplatz 19

66687 Wadern

Telefon 06871-8762

info@dompropst-wadern.de

www.dompropst-wadern.de

Chef Koch – Davids Kreativküche

Saarbrücker Straße 24

66424 Homburg

Telefon 06841-8185584

info@chef-kocht.de

www.chef-kocht.de

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.