Freude, Charme, Herz – und alles in der Region

Unser Kolumnist ist kulinarisch weit gereist. Passend zur Urlaubszeit gibt er Tipps, wo es in der näheren Umgebung das seiner Meinung nach beste Essen gibt.

Lachsforelle, Grumbeerkichelcher mit Beurre blanc, Safranfäden und Schnippelbohnen – das ist eine Spezialität im „Landhaus Wern’s Mühle“ – Foto: Thomas Wieck

„Pink“ in Schwalbach gehört zu den interessantesten Adressen für moderne Küche im Saarland. Sie verbindet stilvolles Ambiente mit kreativer europäischer Küche und legt großen Wert auf hochwertige, saisonale Zutaten. Die Gerichte werden mit viel Liebe zum Detail angerichtet und verbinden klassische Kochkunst mit zeitgemäßen Ideen. Die Atmosphäre ist elegant, zugleich aber angenehm entspannt. Die Speisekarte wechselt regelmäßig und orientiert sich am saisonalen Angebot. Dazu gibt es eine sorgfältig ausgewählte Weinkarte mit passenden Begleitern aus Deutschland und Frankreich.

Das „Landhaus Wern’s Mühle“ in Ottweiler-Fürth ist weit mehr als ein Restaurant. Das historische Mühlenanwesen liegt idyllisch an der Oster und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Genießer und Familien. Die Küche setzt konsequent auf frische Zutaten aus der Region und interpretiert saarländische Klassiker mit viel Kreativität. Dafür wurde das Haus mehrfach als „Genuss-Gastwirt Saarland“ ausgezeichnet. Besonders erfreulich ist, dass mit der Juniorchefin Anna Keller bereits die nächste Generation Verantwortung übernimmt. Gemeinsam mit ihren Eltern Markus und Theresia Keller steht sie für eine Küche, die Regionalität, Nachhaltigkeit und Herzlichkeit verbindet.

Auf der Terrasse den Blick genießen

Hoch oben auf dem Höcherberg, hat sich das „Gasthaus Höcherberg“ zu einer der spannendsten Genussadressen im Saarpfalz-Kreis entwickelt. Das traditionsreiche Haus verbindet regionale Gastlichkeit mit einer modernen, handwerklich geprägten Küche und zieht Genießer aus dem gesamten Saarland und der Westpfalz an. Verantwortlich für den kulinarischen Aufbruch ist der erst 21-jährige Küchenchef Carlos Jacob. Trotz seines jungen Alters bringt er bereits bemerkenswerte Erfahrung mit. Seine Wurzeln liegen in einer traditionsreichen Metzgerfamilie aus Lautenbach. Schon als Kind entdeckte er durch seinen Großvater und Vater die Freude an hochwertigen Lebensmitteln und am Kochen. Heute ist er Mitglied der deutschen Jugendnationalmannschaft der Köche und verfolgt eine klare Philosophie: beste Produkte, viel Handwerk und kompromisslose Qualität.

Alles aus einem Topf in „Schnabels Restaurant“: Rinderragout mit Pilzen aus dem Saarbrücker Stollen, Gemüse der Saison sowie grünem Spargel und Mehlkneppscher – Foto: Thomas Wieck

„Schnabels Restaurant“ in Saarbrücken ist seit vielen Jahren eine geschätzte Adresse für Freunde der gehobenen regionalen Küche. Das familiengeführte Haus verbindet saarländische Gastlichkeit mit kreativen Einflüssen aus der französischen Küche. Frische, regionale und saisonale Produkte aus der Region stehen dabei im Mittelpunkt. Wild aus den umliegenden Wäldern, heimisches Gemüse, frische Kräuter und hochwertige Fleisch- und Fischgerichte prägen das Angebot. Das stilvolle, zugleich gemütliche Ambiente macht „Schnabels Restaurant“ zu einem beliebten Treffpunkt für Genießer, Familienfeiern und festliche Anlässe. Der aufmerksame Service trägt dazu bei, dass sich Gäste vom ersten Moment an willkommen fühlen. Dazu empfiehlt das Restaurant passende Weine aus Osteuropa, Deutschland und Frankreich, die die Gerichte harmonisch begleiten.

Nach aktuellen Informationen eröffnet Léa Linster im Herbst 2026 ein neues Lokal in der Luxemburger Altstadt. Es wird ein modernes Bistro beziehungsweise Café-Restaurant und ergänzt ihr bereits bestehendes Boutique-Café. Geplant sind unter anderem: hausgemachte Madeleines (Léas Spezialität), Kniddelen (luxemburgische Teigklöße), Quiches sowie herzhafte Tartes, Salate, Suppen, kleine und warme Gerichte, feine Desserts und Kaffee, Tee und ausgewählte Weine. Das Konzept soll sich an Gäste richten, die hochwertige Küche in entspannter Atmosphäre genießen möchten – ohne ein klassisches Gourmet-Menü. Bereits geöffnet und eng mit dem neuen Projekt verbunden ist: „Boutique Léa Linster Delicatessen“.

Das portugiesische Restaurant „Chez Isabel Bacano“ ist seit über 40 Jahren eine feste Größe in Luxemburg und vor allem für seine gegrillten und flambierten Scampis bekannt. Das „Le Petit Bistro“ und das „Les Copains d’Abord“ werden von Feinschmeckern empfohlen und überzeugen mit eleganter Bistroküche, einer hervorragenden Weinkarte und einem charmanten Ambiente. Beide Lokale gehören zu den besten Bistro-Adressen Luxemburgs.

Das Restaurant „Daniels am Markt“ gehört zu den kulinarischen Highlights der Stadt Kusel. Es befindet sich in einem liebevoll renovierten historischen Gebäude direkt am Marktplatz und verbindet modernes Ambiente mit gemütlichem Charme. Die Küche legt großen Wert auf frische, hochwertige und saisonale Zutaten. Jedes Gericht überzeugt durch eine harmonische Kombination aus Geschmack, Qualität und ansprechender Präsentation. Eine sorgfältig ausgewählte Weinkarte ergänzt das kulinarische Angebot. Im Sommer lädt die Terrasse mit Blick auf den Marktplatz zum entspannten Genießen ein. Gäste erwartet ein kreatives Menü, das moderne Kochkunst mit regionalen Einflüssen verbindet. Wer feine Küche in der Westpfalz erleben möchte, ist hier genau richtig.

Das „La Baron Rouge“ überzeugt mit dekorativer Nostalgie und persönlicher Herzlichkeit – Foto: Astrid Karger

Küchenchef Markus Pape im „Meisenheimer Hof“ steht für eine feine, moderne Regionalküche, die klassische Kochkunst mit kreativen Ideen verbindet. Saisonale Produkte, hochwertige Zutaten und handwerkliche Perfektion prägen seine Gerichte. Zum Haus gehören außerdem ein stilvolles Vier-Sterne-Hotel, das Café „Meisentörtchen“, eine Kochschule sowie ein exzellenter Weinkeller mit einer beeindruckenden Auswahl edler Tropfen. Gastfreundschaft, Herzlichkeit und höchste Qualität machen das Restaurant in Meisenheim seit vielen Jahren zu einem beliebten Ziel für Genießer aus ganz Deutschland.

Im „Le Villageois“ in Grundviller gibt es Klassiker wie Crème brûlée – Foto: Astrid Karger

Das „Gasthaus Zur Malerklause“ in Bescheid wird von der Familie Lorscheider geführt. Gastgeber sind Hans Georg Lorscheider, seine Frau Beate und Sohn Mario. Hans Georg Lorscheider ist Küchenchef und hat das Restaurant seit 1991 zu einer der besten Feinschmeckeradressen im Hunsrück entwickelt. Seit Jahrzehnten steht das Haus für eine außergewöhnliche Verbindung aus herzlicher Gastfreundschaft und großer Kochkunst. Küchenchef Hans Georg Lorscheider gehört zu den prägenden Köchen der Region und genießt bei Feinschmeckern weit über Rheinland-Pfalz hinaus einen hervorragenden Ruf. Die Küche orientiert sich an der klassischen französischen Haute Cuisine und verbindet sie mit besten regionalen Produkten. Dazu kommt ein hervorragend sortierter Weinkeller mit erlesenen Tropfen. Trotz des hohen kulinarischen Niveaus hat sich die „Malerklause“ ihren ursprünglichen, gemütlichen Charakter bewahrt.

Viele sind mehr als nur Restaurants

Schon in das Bild des Zwiebel­rostbratens „Schwenker Style“ aus dem „Gasthaus Höcherberg“ würde man am liebsten reinbeißen – Foto: Astrid Karger

Das „Restaurant de l’écluse 16“ ist eine echte Perle im „Krummen Elsass“. Es liegt nur wenige Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt, idyllisch am Saar-Kohlen-Kanal in Bonne Fontaine bei Altwiller. Das ehemalige Treidelhaus wurde mit viel Charme zu einem stilvollen Restaurant umgebaut. Küchenchef Jean-Yves Leroux verbindet die französische Küche mit regionalen Produkten aus dem Elsass und den Nordvogesen. Die Speisekarte wechselt mit den Jahreszeiten und legt großen Wert auf Frische und handwerkliche Qualität.

Im lothringischen Creutzwald gehört das „Le Baron Rouge“ seit vielen Jahren zu den schönsten französischen Bistros der Region. Hinter der historischen Fassade verbirgt sich ein Lokal mit viel Freude, Charme, Herz und einer Atmosphäre, die an das Paris vergangener Zeiten erinnert. Alte Emaille-Schilder, nostalgische Dekorationen und eng gestellte Tische schaffen ein Ambiente, in dem man sich sofort wohlfühlt. Die Küche setzt auf französische Bistroklassiker und lothringische Spezialitäten. Saisonale Gerichte, frische Produkte und eine wechselnde Schiefertafel sorgen dafür, dass Stammgäste immer wieder Neues entdecken. Das „Le Baron Rouge“ ist aber weit mehr als ein Restaurant. Es ist ein Treffpunkt für Genießer, für Freunde der französischen Lebensart und für alle, die Gastfreundschaft schätzen. Musette- und Jazzabende verleihen dem Haus einen ganz besonderen Charakter und machen jeden Besuch zu einem kleinen Ausflug nach Frankreich.

Küchenchef Anthony Möller tischt in der „Neuen Mohr’schen Anlage“ für Feinschmecker auf – Foto: Astrid Karger

Im kleinen lothringischen Dorf Grundviller, unweit von Saargemünd, liegt mit dem „Le Villageois“ ein echter Geheimtipp für Liebhaber der traditionellen französischen Küche: gute Produkte, ehrliches Handwerk und herzliche Gastfreundschaft. Auf der Speisekarte findet man große Klassiker der lothringischen Küche: hausgemachte Gänseleber und Pasteten. Vieles wird im Haus selbst hergestellt. Das Restaurant lebt von seiner gemütlichen Atmosphäre: eine rustikale Bar, ein freundlicher Service und eine schöne Terrasse laden zum Verweilen ein. „Le Villageois“ ist ein Stück authentisches Lothringen, ein Ort, an dem man spürt, dass französische Esskultur nicht nur aus großen Namen besteht, sondern vor allem aus Menschen, die mit Leidenschaft für ihre Gäste kochen.

Wahrhaft Genuss ohne Grenzen

Die Spezialitäten in der „Quanah Schott Pâtisserie“ sind optisch einfach mega – Foto: Dirk Guldner

Frankreich ist in Saarbrücken näher, als viele denken! Direkt an der deutsch-französischen Grenze an der Goldenen Bremm in Alt-Saarbrücken liegt ein Gasthaus mit besonderer Geschichte: die „Neue Mohr’sche Anlage“. Heute ist sie ein Treffpunkt für deutsche und französische Feinschmecker. Besonders spannend ist die kulinarische Handschrift von Küchenchef Anthony Möller, der französische Esskultur mit saarländischer Bodenständigkeit verbindet. Auf der Speisekarte begegnen sich beide Kulturen: französische Klassiker wie Froschschenkel oder Weinbergschnecken stehen neben saarländischen Spezialitäten wie Gefillde und Hoorische. Ein Ort, an dem man bei einem guten Essen ins Gespräch kommt, französische und deutsche Stimmen am Nebentisch hört und spürt: Europa beginnt manchmal an einem gedeckten Tisch. Ein französischer Küchenchef in Saarbrücken – das ist gelebte Nachbarschaft, Genuss ohne Grenzen und ein schönes Beispiel dafür, wie Küche Menschen miteinander verbinden kann.

Wo es gutes Essen gibt, darf guter Nachtisch nicht fehlen. Eis im Saarland kaufe ich am liebsten bei „Gelat!oh“ in Homburg, „Vulcano“ in Dillingen sowie in Saarbrücken im „Eiscafé Capri“, in „Henry’s Eismanufaktur“ und in der „Quanah Schott Pâtisserie“.

Wenn Sie mehr über die Besonderheiten der kulinarischen Region wissen wollen, verweise ich auf die Seiten von „Ebbes von hei“ und „Slow Food Saarland“. Auch in meinem letzten Buch „Grenzenlose Genusstipps entlang der Saar“ aus dem Geistkirch-Verlag erfahren Sie viel.

Info

Pink – Das Restaurant

www.restaurant-pink.de

Wern’s Mühle – Landhaus im Ostertal

www.werns-muehle.de

Gasthaus Höcherberg

www.gasthaus-hoecherberg.de

Schnabels Restaurant

www.schnabels-restaurant.de

Boutique Léa Linster Delicatessen

www.lealinster.com 

Neue Mohr’sche Anlage

www.mohrsche.de

Chez Isabel Bacano

www.isabelbacano.lu

Les Copains d’Abord

www.restaurantlescopainsdabordlux.lu

Le Petit Bistro

www.espaces-saveurs.lu/restaurant/le-petit-bistro/

Le Villageois

www.restaurant-le-villageois-­grundviller.fr

Le Baron Rouge

Facebook / Le Baron Rouge 

Restaurant de l’Écluse 16

www.ecluse16.com  

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